Broschüren "unseren Freunden" und Jahresbericht

Hier können Sie lesen, wie die Armenfürsorge der Schwesternschaft umgesetzt wird. Die letzten Ausgaben des Mitteilungsblatts "unseren Freunden" stehen zum Download bereit.
Der Jahresbericht 2016/17  informiert Sie über die Zahl der Kinder in den Heimstätten in Asien und Lateinamerika. Außerdem enthält er die wichtigsten Zahlen des Geschäftsjahrs 2016/17 und den Prüfungsvermerk des Wirtschaftsprüfers. Auch die wichtigsten Informationen aus dem "Annual Report 2016" der "Sisters of M ary" stehen dem geneigten Leser an dieser Stelle zur Verfügung.

 

titeluf167  Dezember 2017 • "unseren Freunden" Nr. 167 • 36. Jahrgang
titeluf166  Oktober 2017 • "unseren Freunden" Nr. 166 • 36. Jahrgang
Titelseite D Juli 2017 • "unseren Freunden" Nr. 165 • 36. Jahrgang
titeluf164  April 2017 • "unseren Freunden" Nr. 164 • 36. Jahrgang

   Jahresbericht >Schwestern Maria<, 1.4.2016 bis 31.3.2017



   Annual Report "Sisters of Mary", 2016

 



Selbstverpflichtung transparente Zivilgesellschaft

Einheitliche Veröffentlichungspflichten für gemeinnützige Organisationen gibt es in Deutschland nicht. Wer für das Gemeinwohl tätig wird, sollte der Gemeinschaft dennoch sagen: Welche Ziele die Organisation genau anstrebt, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden und wer die Entscheidungsträger sind. Die Initiative Transparente Zivilgesellschaft, ein Bündnis von Akteuren aus der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft, hat daher zehn grundlegende Informationspunkte definiert, die jede zivilgesellschaftliche Organisation, unabhängig von ihrer Rechtsform, Größe oder ihrem Tätigkeitbereich, der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte.


www.transparente-zivilgesellschaft.de

1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr

Förderkreis für »Die Schwestern Maria«
Hilfe für Kinder aus den Elendsvierteln e.V.
Pforzheimer Str. 134a
76275 Ettlingen
Tel. 07243-13377
Fax 07243-78013

Der Förderkreis wurde im Jahr 1974 gegründet und firmierte bis zum Jahr 1992 als KOREAN RELIEF Hilfsorganisation für koreanische Waisenkinder e.V.

2. Vollständige Satzung

als PDF-Datei herunterladen

 

3. Datum des jüngsten Bescheides vom Finanzamt

Finanzamt Ettlingen, 22. Juni 2015

 

4. Name und Funktion der wesentlichen Entscheidungsträger

Schwester Maria Cho, 1. Vorstand
Herr Bernd Ambiel, 2. Vorstand
Frau Doris Gerardi, 3. Vorstand


5. Bericht über die Tätigkeit unserer Organisation

Der Förderkreis für »Die Schwestern Maria« ist eine unabhängige, christlich-humanitäre Einrichtung zur Armenfürsorge in der Dritten Welt.
Der deutsche Förderkreis sammelt Spenden, um die Programme der „Sisters of Mary“ (Hermanas de María, As Irmas de Maria) in Asien und Lateinamerika zu ermöglichen.

Kurzbeschreibung

Die Schützlinge der Marienschwestern kommen aus den Elendsvierteln der Millionenstädte oder von den kargen Feldern des Hinterlandes. Sie haben einige Jahre die Grundschule besucht und können lesen, schreiben und rechnen. Das reicht oft nicht, um aus der Trostlosigkeit in den Elendsvierteln herauszukommen.

Deshalb nehmen »Die Schwestern Maria« sie auf, speisen sie, kleiden sie und bereiten sie auf ein Leben ohne Armut vor. Sie tragen Sorge für eine gute schulische Ausbildung. Darauf aufbauend werden sie in typischen Berufen des jeweiligen Landes qualifiziert.

Die Schwestern vermitteln Barmherzigkeit und Liebe, denn nur durch das eigene Erleben können sie diese auch später weitergeben. Die Fürsorge geht soweit, dass alles getan wird, um die Jugendlichen in Lohn und Brot zu vermitteln.

Zur Zeit stehen rund 20.000 Kinder und Jugendliche in der Obhut der Schwestern Maria.

Wo leben die Kinder?

Die Heimstätten der Schwestern in Asien und Lateinamerika sind nach Mädchen und Buben unterteilt (boystown und girlstown).

Kinder der »Schwestern Maria«

    31.12.2016
Korea      1.029
Philippinen   11.101
Mexiko     4.956
Guatemala     1.917
Brasilien     1.031
Honduras 712
Gesamt    20.746

Die Kinder sind in der Regel etwa zwölf oder 13 Jahre alt und werden für vier Jahre aufgenommen. Neben den klassischen Unterrichtsfächern (Mathematik, Naturwissenschaften, Englisch) werden auch berufsvorbereitende Kurse absolviert (am PC, mit Werkzeugen, in der Schneiderei, in der Gastronomie). Der Schulabschluss entspricht etwa unserer „Mittleren Reife“ und die zusätzlichen Fähigkeiten machen es möglich, dass viele der Abgänger direkt in Arbeitsverhältnisse vermittelt werden können.

Was erhalten die Kinder?

Die Schwestern sorgen für

- Unterkunft in eigenen Häusern
- Regelmäßige Verpflegung
- Kleidung
- Medizinische Versorgung
- Schulische Ausbildung (auf dem Niveau der „mittleren Reife“)
- Kurse zum Aufbau von Zusatzqualifikationen.

An sechs Tagen in der Woche besuchen die Kinder die eigene Schule und leben mit rund 40 Kindern als „Familie“ unter der Leitung einer Marienschwester zusammen.

Die Schützlinge sollen in den Jahren bei den Schwestern ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln. Dazu tragen die Erfolge im Sport, das Erleben und Erforschen der eigenen kulturellen Wurzeln und die Besinnung auf geistliche Werte bei.

Die Kinder lernen, essen und spielen gemeinsam in ihrer Familie. Nachts teilen sie den Schlafsaal. Die Schwestern vermitteln allen Kindern Werte wie Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Dankbarkeit.

Die Nachhaltigkeit der Förderung der Kinder ist sehr hoch einzustufen. Die Seite der Ehemaligen im Internet sind dafür sichtbarer Beleg: www.asmsi.org.ph/

In Guatemala und Brasilien wird jeweils eine Tagesklinik Clínica Médica María unterhalten.
Hier werden Patienten aus den Slums kostenfrei behandelt. Die Behandlung, Medikamente und oft auch ein warmes Essen sollen den Menschen in ihrer Krankheit eine Hilfe sein. Auf den Philippinen ist eine solche Einrichtung derzeit im Aufbau.

Woher kommen die Kinder und wie erfolgt die Auswahl?

Sie stammen aus den Elendsvierteln der ausufernden Millionenstädte oder von den kargen Feldern des Hinterlandes. Das wichtigste Auswahlkriterium ist die Armut der Familie, in denen die Kinder aufwachsen.

Oft auf Vorschlag von lokalen Priestern werden die Kinder vor der Neuaufnahme einem schriftlichen Test unterzogen. Einige Fragen nach den Lebensumständen, der schulischen Vorbildung und der Familie müssen beantwortet werden. Eine Marienschwester führt diese Tests durch und verschafft sich immer einen persönlichen Eindruck von der Familie und deren sozialer Situation.

Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt meist noch am gleichen Tag. Die Schwestern sind zum Teil über Tage mit Bussen oder Schiffen und zu Fuß unterwegs.

Warum „nur“ ein Förderkreis in Deutschland?

Die erzielten Spendengelder werden direkt an die „Sisters of Mary“ auf den Philippinen weitergeleitet. Die Zentrale der vom Vatikan anerkannten Schwesternschaft ist auf den Philippinen. Die Oberin der Kongregation – Schwester Maria Cho – und das Leitungsteam (General Council) entscheiden über die Ausrichtung der Arbeit und über alle anstehenden Projekte und Anschaffungen. Das Organigramm der „Sisters of Mary“ weist für jedes Land und für jede Einrichtung die verantwortliche Marienschwester aus.

Schwester Maria ist die Vorsitzende des Vereins in Deutschland. Der Förderkreis hat seine Geschäftsstelle seit Jahrzehnten in Ettlingen.

Die Gelder kommen an!

Kardinäle, Bischöfe und lokale Politiker sind gerne anwesend, wenn ein Neubau in Asien oder Lateinamerika eingeweiht wird oder wenn die Absolventen verabschiedet werden. Eine Vielzahl von Dankesbriefen belegt die Seriosität der Armenfürsorge.

 

DZI-Spendensiegel







Das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bescheinigt den verantwortungsvollen Umgang mit den anvertrauten Mitteln. Die finanziellen Angelegenheiten der Schwesternschaft auf den Philippinen werden von einem externen Prüfer (CPA) überwacht. Das Zahlenwerk findet in einem Internationalen Jahresbericht seinen Niederschlag und wurde bisher immer „ohne Beanstandungen“ testiert.

Der deutsche Verein ist vom Finanzamt Ettlingen seit seiner Gründung in ununterbrochener Folge als förderungswürdig und mildtätig anerkannt, zuletzt nach dem Freistellungsbescheid vom 22. Juni 2015.

 

6. Personalstruktur

Die Arbeit in der Geschäftsstelle meistern vier festangestellte Mitarbeiterinnen.

 

7. Mittelherkunft (aus der Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.03.2017)

 

                                               EURO
Spendeneinnahmen 13.969.616,66
Einnahmen aus Stiftungen          226.533,02
Nachlässe        2.411.447,31
Mitgliedsbeiträge                300,00
Zinseinnahmen 50.050,94
Bußgelder 0
Pachteinnahmen 39.478,92
Sonstige betriebl. Erträge              0
 Gesamtertrag       16.697.426,85



8. Mittelverwendung

Aus der Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.03.2017

                          EURO
In die Projekte weitergeleitet        13.360.097,91
Direkte Kosten für Spendenaktionen          1.862.915,93
Personalkosten             201.959,10
Übrige Kosten             308.165,60
Abschreibungen                  10.797,84
Senderinformation, Aufklärung (§ 2 der Satzung)      680.027,35
Gesamtaufwand           16.423.963,73
Einstellung / Entnahme Rücklagen      -273.463,12


Aus der Bilanz zum 31.03.2017

Aktiva                        EURO

A. Anlagevermögen

 
   I.   Immaterielle Vermögensgegenstände 1,50
   II.  Sachanlagen 1.017.664,00
   III. Finanzanlagen 7.050,00
B. Umlaufvermöge  
   I.   Vorräte 9.139,00
   II.  Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 100.678,10
   III. Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- & Postgiroguthaben,  
         Guthaben bei Kreditinstituten 1.978.674,29
C. Rechnungsabgrenzung                                                 5.305,82
  _______________
     3.118.512,71

 

 
Passiva                         EURO
A.   Rücklagen 2.953.201,61
B.   Sonderpoasten für Zuwendungen 124.152,94
C.  Rückstellungen 36.275,00
D.  Verbindlichkeiten        2.116,86
E.   Rechnungsabgrenzungsposten         2.766,30
  _______________
     3.118.512,71
   
   

9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit

Der Förderkreis sammelt ausschließlich Spenden für die Kongregation der „Sisters of Mary of Banneux“ mit Sitz auf den Philippinen. Die Schwestern unterhalten Einrichtungen in Drittweltländern zur Wohlfahrt Bedürftiger, vornehmlich zur Hilfe für Slum-Kinder. Für die Planung und Durchführung aller Projekte sind die Sisters of Mary verantwortlich.

10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zahlungen mehr als 10 % des Gesamtjahresbudgets ausmachen

Solche gibt es bei uns nicht.