Schüler und Ehemalige berichten

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Jenecel (Girlstown Talisay) ist eine gute Schülerin. 

  

In einem Dorf auf der Insel Mindanao bin ich geboren. Mein Vater ist Bauer und lebt davon, Mais und Gemüse anzubauen und zu ernten. Als Älteste habe ich immer versucht, meinen kleinen Bruder zu schützen. Denn meine Eltern haben sich so oft gestritten, meist endete es in handfesten Prügeleien. Einmal, als es besonders schlimm war, kam meine Oma und wollte schlichten. Dies führte dazu, dass meine Mutter das Weite suchte und wir Kinder mit meinem Vater nach Cebu zogen. Dort lernte er eine neue Frau kennen und heiratete sie.

Aber sie war keine gute Stiefmutter, sie schlug meinen kleinen Bruder und schließlich warf sie auch mit Sachen und Dingen nach mir. Wann immer sie etwas zu essen kaufte, gab sie ihren eigenen Kindern und meinem Vater. Mein Bruder und ich bekamen nichts, oft mussten wir während des Essens der anderen aufs Feld gehen und arbeiten. Meine Stiefmutter machte uns das Leben zur Hölle. Oft ging ich mit leerem Magen zur Schule. Auf dem Weg dorthin bettelte ich bei Nachbarn um etwas zu essen.

Aber nach der Dunkelheit kam ein Licht. So habe ich es erlebt, als ich die Schwestern Maria kennenlernte. Sie öffnen die Tür für die Chance, dass benachteiligte Jugendliche einen Wechsel der Richtung ihres Lebens schaffen können. Als ich in der Girlstown Talisay eintraf, konnte ich mein Glück kaum fassen. Ich darf an diesem Ort der Hoffnung leben. Doch das Heimweh war am Anfang schon sehr groß: Wie habe ich meinen kleinen Bruder vermisst.

Doch heute bin ich mir sicher, eine bessere Zukunft zu haben. Englischlehrerin möchte ich einmal werden, ein eigenes Haus mit meiner Oma teilen und die Welt bereisen.

Gott sandte mir Menschen, die selbstlos ihr Leben einsetzen und mit uns Armen das, was sie haben, teilen. Das veränderte mein Leben. Die Schwestern geben mir die Mutterliebe, die ich mir so gewünscht habe.

Mein aufrichtiger Dank gilt Gott, den Schwestern Maria und allen Spendern.